Humboldtin ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Organischen Verbindungen“ mit der chemischen Zusammensetzung FeC2O4·2H2O und ist damit ein wasserhaltiges Eisen(II)-oxalat oder auch das Eisen-Salz der Oxalsäure.

Erstmals entdeckt wurde Humboldtin von August Breithaupt in einem verwitterten Braunkohlelager nahe der Gemeinde Korozluky im tschechischen Okres Most und beschrieben 1821 durch Mariano Eduardo de Rivero y Ustariz (1798–1857), der das Mineral nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt benannte.

Das Mineral war zum Gründungszeitpunkt der IMA (1959) schon bekannt und charakterisiert. Dementsprechend wird Humboldtin als offiziell anerkanntes Mineral geführt.

Humboldtin kristallisiert im monoklinen Kristallsystem, entwickelt aber nur selten gut ausgebildete, tafelige bis prismatische Kristalle mit einem harzähnlichen Glanz auf den Oberflächen. Meist findet er sich in Form von traubigen oder faserigen bis erdigen Aggregaten und krustigen Überzügen von matt-gelber bis bräunlichgelber oder bernsteingelber Farbe. Je nach Ausbildungsform kann er durchsichtig bis undurchsichtig sein.

Mit einer Mohshärte von 1,5 bis 2 gehört Humboldtin zu den weichen Mineralen, die sich ähnlich wie das Referenzmineral Gips mit dem Fingernagel ritzen lassen.

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