Sensei (jap. 先生 ​/⁠sɛɴsɛɪ⁠/​ bzw. ​/⁠sɛɴseː⁠/​, wörtlich „früher geboren“) ist eine japanische Anrede, die u. a. im Budō gebräuchlich ist.

Im Bereich der japanischen Kampfkünste (Budō bzw. Bujutsu) werden höhere Dan-Träger, welche eine lehrende Position haben, mit Sensei angesprochen. Im engeren Sinn bedeutet die Bezeichnung „Lehrer des Wegs“ (Dō). In den Jahren des Unterrichts im Dōjō entsteht zwischen Lehrer und Schüler eine besondere Beziehung (japanisch 以心伝心 Ishin Denshin, etwa „von Herz zu Herz“). Das bedeutet, dass der einzelne Schüler eine Beziehung zu seinem Lehrer aufbaut und diesen als seinen Sensei ansieht, obwohl oft mehrere Dan-Träger Schüler unterrichten.

In modernen Dōjō spricht man meist vom „Trainer“ oder „Übungsleiter“, weil sich die Unterweisungen oft auf die technisch-körperliche Ausbildung beschränken. Für diese Tätigkeit, welche oft schon von Schülergraden (jap. Mudansha) ausgeübt wird, wird häufig der japanische Ausdruck Senpai („der Ältere“, „der Erfahrene“) benutzt. Der weniger ausgebildete Schüler ist dann in der Rolle des Kōhai.

Allerdings findet sich in der japanisch gesprochenen Begrüßungsformeln auch in den modernen Dojos die Anrede Sensei: Sensei ni rei = Verbeugung zum Lehrer.

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