Kurt Erich Ohser (* 18. März 1903) war ein deutscher Zeichner und Karikaturist, der besonders durch seine unter dem Pseudonym e. o. plauen geschaffenen Comicstrips um die Figuren Vater und Sohn Bekanntheit erlangte.

Nebenbei arbeitete er bei der Neuen Leipziger Zeitung, wo er von seinem Redakteur Erich Knauf mit Erich Kästner bekannt gemacht wurde. Die Freundschaft der „drei Erichs“ begann. Nach dem Studium wurde Ohser schnell als Buchillustrator (unter anderem illustrierte er die Gedichtbände Kästners) und als Karikaturist (etwa bei der SPD-Zeitung Vorwärts) bekannt. Insbesondere mit seinen Karikaturen von Hitler und Goebbels zog er den Hass der Nationalsozialisten auf sich.

Ohser konnte seine Abneigung gegen das NSDAP-Regime auf Dauer nicht für sich behalten. Eine Denunziationsschrift über Ohser von dessen Nachbarn Bruno Schultz, Hauptmann in der Abteilung Wehrmachtpropaganda des Oberkommandos der Wehrmacht, wurde am 22. Februar 1944 an Goebbels übergeben.

Am 28. März 1944 wurden Ohser und sein Freund Erich Knauf verhaftet. Der Prozess vor dem Volksgerichtshof sollte am 6. April von Roland Freisler eröffnet werden. Ohser erhängte sich in der Nacht zuvor.

Die Vater-und-Sohn-Bildergeschichten sind bis heute Ohsers bekannteste Werke. Sie handeln von einem Vater und seinem kleinen Sohn, die mit den Problemen des Alltags kämpfen und manchmal auch große Abenteuer erleben.

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