Richard Serra (* 2. November 1939 in San Francisco) ist einer der bedeutendsten lebenden US-amerikanischen Bildhauer. Mitte der 1960er Jahre experimentierten Richard Serra und andere amerikanische Künstler mit industriellen Werkstoffen wie Blei und Gummi. Im Laufe der Jahre erweiterte Serra seinen räumlichen Ansatz, indem er bis heute mit wetterfestem Stahl arbeitet. Außerdem umfasst sein Œuvre eine Vielzahl von Malereien und Druckgraphiken.

Serras erste begehbare Großplastiken im öffentlichen Raum, in denen die Wahrnehmung der Kunst von unmittelbaren körperlichen Erfahrungen begleitet wird, entstanden Anfang der 1970er Jahre. Dazu gehört z. B. die Installation "Circuit", die auf der "documenta 5" 1972 in Kassel zu sehen war und sich heute (2012) in der Kunstsammlung der Ruhr-Universität in Bochum befindet.

Mit Clara Weyergraf, die er 1981 heiratete, drehte Serra den Film Steelmill/Stahlwerk in der Henrichshütte in Hattingen.

1977 konzipierte er für die documenta 6 in Kassel das Werk "Terminal", vier trapezförmige Platten aus wetterfestem Stahl. Während dieser Ausstellung war das Werk vor dem zentralen Ausstellungsgebäude, aufgestellt und wurde somit zum „Wahrzeichen“ dieser Documenta. Nach langen Verhandlungen und begleitet von heftigen Protesten wurde "Terminal" 1979 von der Stadt Bochum erworben und schließlich an dem von Richard Serra favorisierten Standort, einer Verkehrsinsel am Bochumer Hauptbahnhof, installiert.

Mehr Infos: de.wikipedia.org